stereotype

Inkjet Pigment Farbdruck

Paarweise fotografierte Personen verschiedenster Herkunft bilden als Gesamtheit eine Gruppe, die die komplexe Betrachtung des Individuums infrage stellt und mit Heterostereotypen spielt. Die damit einhergehende Verallgemeinerung ist Teil unserer alltäglichen Interaktionen, gefördert durch Gesellschafts- und Medienvorstellungen.

 

STEREOTYPE lädt ein sich dem Unbewussten bewusst zu werden, den Standpunkt der eigenen Betrachtungsweise zu verschieben und neue Sichtweisen auszuprobieren.

 

Die Erwartungshaltung des Betrachters aufzubrechen, die innere Struktur von außen zu beleuchten und Bekanntes ins Unbekannte zu rücken, zeigen die stetige Neugier, mit der Kevin Kolland Menschen wahrnimmt und als Künstler in seinen Bildserien fotografisch festhält.

 

Die Serie STEREOTYPE verbirgt ihre bildnerische Entstehungsgeschichte. Abstraktion auf den Innenraum, blendet den Außenraum aus. Im Gesamtkonzept ist dieser Aspekt tragend.

 

Den Auftakt macht Lissabon. In der bunten Hauptstadt Portugals, inmitten des interkulturellen Schmelztiegels Südeuropas, fotografiert Kevin Kolland die ersten Paare nach gegebenem förmlichen Bildaufbau. Im Anschluss geht es nach Graz. Die Hauptstadt der Steiermark verlängert, als zweitgrößte Studentenstadt Österreichs, die Achse aus Stillstand, Tradition, Moderne und Bewegung.

 

STEREOTYPE ist ein offenes Projekt. Im Brennpunkt der Stillstand und gleichzeitige Wandel, die Gegenpoligkeit aus Wissen und Meinung im Konflikt gesellschaftlicher Erwartungshaltung zu individueller Ablösung gegebener Normen.

 

©Jasmin Bogade